ROMAN
WINTERHART
»Warum also weigerte sie sich jetzt, im Alter, wo es schon fast zu spät war, das zu tun, was man von ihr erwartete?«
Eine Frau und ein Mann, sie Ende sechzig, er Ende siebzig, machen eine Reise. Am Flughafen Zürich warten sie auf ihren verspäteten Flieger, der sie nach Thailand bringen wird. Zum ersten Mal in ihrem Leben fahren die Zauggs, Dorothee und Erich, so weit von zu Hause weg. Erich, dem passionierten Minigolfspieler, war die schöne Schweiz stets Welt genug. Winterhart ist die Geschichte einer Ehe, erzählt von ihrem Ende her, denn Erich ist an Demenz erkrankt, und alles, was bleibt, sind Dorothees Erinnerungen: an ein Leben, das kein schlechtes war, aber auch kein erfüllendes, voller Ungeheuerlichkeiten und Zumutungen, die sie sich angewöhnt hat, als gegeben hinzunehmen. Es sind Erinnerungen an ein Leben, das jetzt zu Ende geht, einem neuen Platz macht, einem, das nicht von außen an Dorothee herangetragen wird, sondern endlich, spät, aus ihr herausbricht.
Ein Eheroman über das Erinnern und Vergessen, über das Altern und die Notwendigkeit radikaler Entscheidungen
erzählung
METZINA
Metzina Wächter kennt die Kräuter, hilft Kinder auf die Welt zu bringen und kann die Zeichen des Wetters lesen.
Die Menschen vertrauen ihr und suchen ihren Rat.
Als feindliche Truppen ihre Heimatstadt belagern, zieht ein gewaltiges Unwetter auf. Die Belagerer flüchten oder ertrinken in den Fluten des Hochwassers, die Eingeschlossenen jubeln.
Zufall oder Zauberei?
«Rebekka Salm hat ein absolut tolles Gefühl für Dramaturgie, Aufbau, Erzählökonomie. Sie schreibt gute Dialoge und hält wunderbar die Spannungsfäden zusammen bis zum Ende.»
Kurzgeschichten
PROJEKT NEBELINGEN
In der Kleinstadt Nebelingen kennt jeder jeden. Man nickt sich im Treppenhaus zu, steht im Supermarkt hintereinander an der Kasse oder sitzt im Wartezimmer beim selben Arzt. Was aber geschieht hinter geschlossenen Türen und zugezogenen Vorhängen?
Da ist zum Beispiel Ahmed, der Pizzakurier, der beschlossen hat, Wurzeln zu schlagen. Und zwar wortwörtlich. Oder Katharine und Martin, die sich zum ersten Mal an ein erotisches Rollenspiel wagen, das zugleich ihr letztes bleibt.
Einmal im Monat öffnet sich ein Fenster nach Nebelingen.
Dann lernen wir jemanden kennen, der hier lebt. Wir begleiten diesen Menschen durch seinen Alltag, geraten mit ihm in absurde, komische, traurige Situationen und erfahren womöglich mehr über ihn, als ihm lieb ist.
Mit jeder Geschichte wächst Nebelingen. Figuren tauchen wieder auf, Wege kreuzen sich, und nach und nach entsteht das Porträt eines Ortes, der dir seltsam vertraut vorkommen wird.
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Veranstaltungen
Termine
12. November 2026 um 19:00 Uhr
Fremdgehen Literaturparcours, Zürich Kreis 5
15. November 2026 um 10.00 Uhr
Metzina, Bibliothek Oensingen
20. November 2026
Kometenparade, Stuttgart (D)
25. November 2026 um 20.00 Uhr
DoLit! im Kleintheater Luzern - mit Dominik Muheim, daniela dill und Jeremy chavez
26. November 2026 um 18.30 Uhr
Literarischer Abend der Elsass-Freunde, Basel
29. November 2026 um t.b.a.
Metzina: Adventskonzert der Stadtmusik Olten
10. Januar 2027 um 17.00 Uhr
Dorfbibliothek Obersiggenthal
Wie mr dr Schnaabel gwachse isch
diE AUTORIN
REBEKKA SALM
Rebekka Salm lebt in Olten, hat in Basel und Bern Islamwissenschaften und Geschichte studiert und arbeitet heute als Projektmitarbeiterin im Bereich Digitale Gewalt. Dazwischen – und vermutlich auch dann, wenn sie eigentlich etwas anderes tun sollte – schreibt sie. Romane, Kurzgeschichten und Bühnentexte gehören zu ihrem Repertoire, gerne auch auf Mundart.
Ausserdem ist sie Mutter einer Tochter, was ihr unter anderem vertiefte Kenntnisse in Dramaturgie, unerwarteten Wendungen und der Kunst der Wiederholung eingebracht hat.
2023 erhielt sie von den Kantonen Basel-Landschaft und Solothurn je einen Förderpreis für Literatur sowie den Förderpreis Dreitannen der Hans und Beatrice Maurer-Billeter-Stiftung. 2025 zeichnete die Stadt Olten sie mit dem Förderpreis des Oltner Kulturpreises aus.
WEITERE ROMANE
WIE DER HASE LÄUFT
Amsterdam, 1943: In einer Bäckerei fällt ein Schuss, hinter dem Tresen stirbt ein junger Mann. Seine Witwe, fast noch ein Kind, flieht in die Schweiz. Fünfzig Jahre später verlässt im Basler Hinterland ein Familienvater Frau und Kind, in der gleichen Nacht liegt eine Frau zwischen zwei Dörfern tot am Strassenrand.
In ihrem Roman entfaltet Rebekka Salm ein Panoptikum aus Geschichten und Erinnerungen zweier Familien, die sich nicht erinnern wollen – und die doch, ob’s ihnen gefällt oder nicht, Teil einer grossen Erzählung sind.
DIE DINGE BEIM NAMEN
Ein Dorf wie viele andere: Es gibt eine Selbstbedienungstankstelle, einen Dorfladen und einen Haufen Einfamilienhäuschen. Etwas ausserhalb wohnt die schöne Chantal, die eigentlich anders heisst und von Berufes wegen zu viel weiss. Die Kirche ist leer, das Wirtshaus voll. Die Dorfmusik probt über dem Magazin der Feuerwehr. Kleine Dramen, grosses Geschwätz. Der pensionierte Dorfpolizist Lysser hütet ein dunkles Geheimnis – und der Vollenweider schreibt das alles auf.
Rebekka Salm erzählt zwölf eng miteinander verwobene Geschichten zu einer – und alle sind sie wahr. So wahr Geschichten eben sein können.


