ROMAN

WINTERHART

»Warum also weigerte sie sich jetzt, im Alter, wo es schon fast zu spät war, das zu tun, was man von ihr erwartete?«

Eine Frau und ein Mann, sie Ende sechzig, er Ende siebzig, machen eine Reise. Am Flughafen Zürich warten sie auf ihren verspäteten Flieger, der sie nach Thailand bringen wird. Zum ersten Mal in ihrem Leben fahren die Zauggs, Dorothee und Erich, so weit von zu Hause weg. Erich, dem passionierten Minigolfspieler, war die schöne Schweiz stets Welt genug. Winterhart ist die Geschichte einer Ehe, erzählt von ihrem Ende her, denn Erich ist an Demenz erkrankt, und alles, was bleibt, sind Dorothees Erinnerungen: an ein Leben, das kein schlechtes war, aber auch kein erfüllendes, voller Ungeheuerlichkeiten und Zumutungen, die sie sich angewöhnt hat, als gegeben hinzunehmen. Es sind Erinnerungen an ein Leben, das jetzt zu Ende geht, einem neuen Platz macht, einem, das nicht von außen an Dorothee herangetragen wird, sondern endlich, spät, aus ihr herausbricht.

Ein Eheroman über das Erinnern und Vergessen, über das Altern und die Notwendigkeit radikaler Entscheidungen

erzählung

METZINA

Metzina Wächter kennt die Kräuter, hilft Kinder auf die Welt zu bringen und kann die Zeichen des Wetters lesen.
Die Menschen vertrauen ihr und suchen ihren Rat.
Als feindliche Truppen ihre Heimatstadt belagern, zieht ein gewaltiges Unwetter auf. Die Belagerer flüchten oder ertrinken in den Fluten des Hochwassers, die Eingeschlossenen jubeln.

Zufall oder Zauberei?

Eindringlich erzählt Rebekka Salm von einer unbequemen Frau des 14. Jahrhunderts, die sich weigert, ihre Geschichte anderen zu überlassen. Die Fragen, die sie dabei aufwirft, sind zeitlos: Wer bestimmt, was als Wahrheit gilt? Wem nützt sie? Und wie wird aus einer gewöhnlichen Geiß ein Sündenbock

«Rebekka Salm hat ein absolut tolles Gefühl für Dramaturgie, Aufbau, Erzählökonomie. Sie schreibt gute Dialoge und hält wunderbar die Spannungsfäden zusammen bis zum Ende.» 

Elke Heidenreich

Veranstaltungen

Termine

16. September 2026 um 19.30 Uhr

Online-Veranstaltung zu Winterhart

17. September 2026 um 19.30 Uhr

Vernissage Metzina, Olten

19. September 2026 um 19.00 Uhr

Die Rahmenhandlung, Bad Ragaz

22. September 2026 um 20.00 Uhr

Metzina / Buchhandlung Lüthy, Solothurn

20. September bis 2. Oktober

Congreso Internacional Expuestas, Universidad de Alcalá

diE AUTORIN

REBEKKA SALM

Wohnhaft in Olten, studierte sie Islamwissenschaften und Geschichte in Basel und Bern. Sie arbeitet als Projektmitarbeiterin im Bereich Digitale Gewalt und ist Mutter einer Tochter. Sie schreibt Romane, Kurzgeschichten und Bühnentexte – gerne auch in Mundart.

2023 erhielt sie von den Kantonen Basel-Landschaft und Solothurn jeweils einen Förderpreis für Literatur sowie den Förderpreis Dreitannen der Hans und Beatrice Maurer-Billeter-Stiftung. 2025 wurde sie von der Stadt Olten mit dem Förderpreis des Oltner Kulturpreises ausgezeichnet.

WEITERE ROMANE

WIE DER HASE LÄUFT

Amsterdam, 1943: In einer Bäckerei fällt ein Schuss, hinter dem Tresen stirbt ein junger Mann. Seine Witwe, fast noch ein Kind, flieht in die Schweiz. Fünfzig Jahre später verlässt im Basler Hinterland ein Familienvater Frau und Kind, in der gleichen Nacht liegt eine Frau zwischen zwei Dörfern tot am Strassenrand.

In ihrem Roman entfaltet Rebekka Salm ein Panoptikum aus Geschichten und Erinnerungen zweier Familien, die sich nicht erinnern wollen – und die doch, ob’s ihnen gefällt oder nicht, Teil einer grossen Erzählung sind.

DIE DINGE BEIM NAMEN

Ein Dorf wie viele andere: Es gibt eine Selbstbedienungstankstelle, einen Dorfladen und einen Haufen Einfamilienhäuschen. Etwas ausserhalb wohnt die schöne Chantal, die eigentlich anders heisst und von Berufes wegen zu viel weiss. Die Kirche ist leer, das Wirtshaus voll. Die Dorfmusik probt über dem Magazin der Feuerwehr. Kleine Dramen, grosses Geschwätz. Der pensionierte Dorfpolizist Lysser hütet ein dunkles Geheimnis – und der Vollenweider schreibt das alles auf.

Rebekka Salm erzählt zwölf eng miteinander verwobene Geschichten zu einer – und alle sind sie wahr. So wahr Geschichten eben sein können.